Sexualpraktiken wie BDSM, Bondage SM also Sadismus und Masochismus.


BDSM ist eine überlappende Abkürzung aus dem Bereich des Sadomasochismus, die die Großbereiche Bondage und Disziplin (B & D), Domination und Submission (D & S) und Sadismus und Masochismus (S & M) vereint. Sie soll die Breite der früher verkürzt unter dem Begriff Sadomasochismus zusammengefassten Bereiche verdeutlichen. Nicht jeder BDSM-Praktizierende mag beispielsweise Schmerzen oder Dominanz. Andere wiederum mögen keine Fesselungen. Oft überschneiden sich jedoch die Interessen an den Teilbereichen des BDSM bei dessen Anhängern. Allgemein akzeptierte Grundlage im Bereich des BDSM ist der Verhaltenskodex mit der englischen Bezeichnung „safe, sane and consensual“. Dies bedeutet soviel wie „sicher, vernünftig und in gegenseitigem Einverständnis“. Um dies sicherzustellen, wird in aller Regel neben einem vorherigen Gespräch über die Wünsche und Grenzen der Beteiligten auch ein Sicherheitswort „safe word“ vereinbart. Benutzt einer der Beteiligten dieses „safe word“, so wird jede Handlung sofort beendet und eventuelle Fesselungen werden sofort gelöst. Wenn Anfänger im Bereich des BDSM diese Grundregeln nicht kennen oder nicht beachten, kann es leicht zu Unfällen und Verletzungen kommen.

Barebacking (wörtlich „reiten ohne Sattel“) ist ein ursprünglich in der Schwulenszene, später aber auch heterosexuellen Szene gebräuchlicher Begriff, der ursprünglich den ungeschützten Analverkehr, weiterführend dann aber auch den ungeschützten Geschlechtsverkehr generell bezeichnet. Barebacker treffen sich bei privaten Partys, in bestimmten dafür bekannten Schwulenkneipen und auf Parkplätzen, oder sie verabreden sich über Chatrooms, um miteinander ungeschützten Sex zu haben. Das Risiko, sich mit HIV anzustecken, ist für sie der Reiz an der Sache oder wird schlichtweg ignoriert; teilweise ist es auch einfach deshalb kein Thema, weil beide Beteiligten HIV-positiv sind. Hierbei wird allerdings übersehen oder übergangen, dass auch für HIV-positive Menschen eine Infektion mit HIV eines differenten Typus gefährlich ist und der infektionsbedingt geschwächte Organismus zudem anfälliger gegenüber anderen Geschlechtskrankheiten ist, da das Immunsystem beeinträchtigt ist. Barebacking ist in der Schwulenszene äußerst umstritten, wird von manchen vehement verteidigt, von anderen ebenso vehement abgelehnt. Aus gesundheitspolitischer Sicht ist auch HIV-Positiven dringend angeraten Safer Sex zu praktizieren.

Der fachwissenschaftliche Begriff für jene sexuelle Orientierung, die man abwertend als Besudelungstrieb kennt, lautet Saliromanie. Die Formen des Besudelungstriebes sind äußerst vielfältig; es geht immer darum, sich selbst und/oder den Partner sowie die eigene Kleidung und/oder die des Partners mit allen Arten von dazu geeigneten Lebensmitteln oder anderen breiigen, schleimigen oder flüssigen Substanzen (zum Beispiel Tapetenkleister, Erdmatsch, Sperma oder Urin) zu beschmieren oder zu bespritzen. Je größer dabei der "Einsaueffekt", desto größer die Befriedigung beim und die Heftigkeit des Orgasmus. Die verbreitetste Variante dürfte die Ejakulation ins Gesicht der Partnerin oder des Partners sein. Neben dem rein visuellen Reiz spielt bei der Gesichtsejakulation die Erniedrigung des Gegenübers eine große Rolle. Auch die Vorstellung jemanden zum "Lustobjekt" zu machen, oder sich zu einem solchen machen zu lassen, kann eine Rolle spielen. Am stärksten ist dieser Faktor beim ursprünglich aus Japan kommenden Bukkake ausgeprägt. Hierbei ejakuliert eine große Anzahl Männer (teilweise mehr als 100) kurz nacheinander auf das Gesicht einer einzelnen Frau. Die wohl bekannteste Ausprägung des Besudelungstriebes ist der Tortensex. Eine weitere häufige Kategorie des Besudelungstriebes bildet die Lust, in voller Kleidung baden zu gehen (zum Beispiel in Badewanne, Brunnen, Bach, Pfütze). Jeans oder Business-Anzug werden hierbei besonders bevorzugt.

Nach Art der Vorgehensweise in den entsprechenden Slapstick-Filmen, wird dem Partner oder einem selbst beim Tortensex eine möglichst große und möglichst matschige Torte ins Gesicht geschmiert beziehungsweise geklatscht. Befriedigung schafft hierbei das Gefühl der nassen, breiigen Tortenmasse im Gesicht und vor allem auch der Anblick, der von Tortenbrei-Klecksen gezierten Kleidung (zum Beispiel Anzug, Krawatte, Hose, auch Schuhe). Es bleibt jedoch selten bei der Verwendung von nur einer Torte; die den Tortensex normal auslebenden Personen erleben nämlich meist den Orgasmus als besonders gesteigert, wenn sie und ihre Kleidung von oben bis unten mit Tortenmatsch besudelt sind. Tortensexuelle (wie auch andere Besudelungsorientierte) erfuhren sich selbst bis vor einiger Zeit als absolute Einzel- und Sonderfälle. Erst mit dem Internet trat zutage, dass diese Praktiken alles andere als selten sind. Gibt es in den USA schon sehr viele Webseiten zum Thema, so kennt man in Deutschland bislang nur zwei. Nachfolgend einige Links, über die man leicht Eindrücke und weiteres Wissen zum Thema sammeln kann:...

Blümchensex ist ein sehr unscharfer Begriff aus der Alltagssprache, der - meist mit einem ironischen oder kritischen Unterton - sexuelle Praktiken oder Vorgehensweisen bezeichnet, die von Zartheit, Vorsicht und dem Bestreben gekennzeichnet sind, den jeweiligen Gegenüber nicht zu hart ranzunehmen. Der Begriff wurde zuerst nur kritisch von Menschen verwendet, die darin eine Beschränkung sexueller Möglichkeiten sehen; inzwischen wird er aber auch mit positiver Konnotation von Menschen verwendet, die nur solche sexuellen Praktiken wünschen. Beispielsweise finden sich in entsprechenden Kontaktanzeigen Wendungen wie kein Blümchensex gewünscht, aber auch die Selbstbeschreibung Blümchensex-Fan. Die Herkunft des Begriffs ist nicht ganz klar. Vermutlich dürfte er sich daraus entwickelt haben, dass anscheinend früher in der Sexualaufklärung von Kindern der Vorgang der Zeugung häufig durch einen Vergleich mit der Bestäubung von Blütenpflanzen durch Bienen erläutert wurde. Die Neutralisierung des Sexuellen in diesem Vergleich wird durch den Begriff Blümchensex ironisch auf die Schippe genommen. Denkbar ist allerdings auch, dass sich der Begriff an das Wort Blümchenkaffee anlehnt, mit dem früher sehr dünner, schwacher Kaffee - durch den man die Blümchen auf dem Grund der Tasse erkennen konnte - bezeichnet wurde.

Der englische Begriff Bondage bezeichnet Praktiken der Fesselung in sexuellem Kontext zur Erregung und Steigerung sexueller Lust. Bondage ist eine sehr beliebte Spielart aus dem großen Variationsbereich von BDSM, wobei zunehmend auch Nicht-Sadomasochisten Bondage in ihr sexuelles Spiel einbeziehen. Studien in den USA kamen zum Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller Männer und viele Frauen Bondagespiele für erotisch halten. Wie bei vielen Studien über menschliches Sexualverhalten und sexuelle Phantasien sind die verfügbaren Untersuchungen allerdings nicht zuverlässig wissenschaftlich fundiert und die besten Untersuchungen völlig veraltet.
Um Gesundheitsschäden auszuschließen müssen bei allen Bondage-Aktionen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. BDSM-Ratgeber empfehlen, die persönlichen Grenzen abzusprechen und ein Codewort oder Codezeichen für Notfälle zu vereinbaren, bei dem das Spiel sofort abgebrochen werden muss. Im Sprachgebrauch der BDSM-Szene hat sich hierfür der Leitsatz „Safe, Sane, Consensual“ (SSC (BDSM)) etabliert (siehe auch BDSM für unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen). Eine wesentliche Bedingung für Bondagespiele ist das volle Vertrauen aller Beteiligten zueinander. Da die gefesselte Person dem Spielpartner hilflos ausgeliefert ist, muss sie sich uneingeschränkt auf die vereinbarten Grenzen und auf die Gültigkeit des Codewortes verlassen können. Viele in Bondagefotos und -videos dargestellte, besonders eindrucksvolle Szenen wurden von Experten inszeniert und gespielt und sollten nicht einfach nachgeahmt werden. Bondage ist eine Kunst, es gibt zig verschiedenene Arten, Materialien, Knoten und Fesseltechniken. Bei Fesselung an den Handgelenken ist die Gefahr gegeben, dauerhaft einen tauben Daumen zu bekommen.
Bondage-Techniken unterteilen sich in vier Hauptkategorien: das Zusammenbinden von Körperteilen (beispielsweise mit Handschellen oder Seilen), das Spreizen von Körperteilen (zum Beispiel durch Spreizstangen), das Festbinden an andere Gegenstände (beispielsweise Stühle, Tische, Andreaskreuz) und die Hänge-Bondage (Suspension (BDSM)). Je nach Vorliebe der Spielpartner kommen dabei Metallfesseln (Handschellen, Fußschellen, Daumenschellen, Ketten), Lederfesseln (in Form von abschließbaren Manschetten), Klebeband (Tape), Seile oder (Seiden-)Tücher zum Einsatz. Um den passiven Partner in der verbalen Kommunikation einzuschränken bzw. um zu laute Geräusche zu vermeiden, werden manchmal auch Knebel verwendet. Beliebt sind Ball-, Ring- und Penisknebel in verschiedenen Größen und Farben, aber auch Klebeband, (Seiden-)Tücher (s. Seidentuch) und aufblasbare Ballonknebel.

Bukkake ist eine Praktik des Gruppensex, bei der mehrere Männer der Reihe nach in das Gesicht einer knieenden Person ejakulieren. Am Ende trinkt der Empfänger für gewöhnlich das Sperma. Bei dieser Praxis besteht ein starker sadomasochistischer Unterton. In Japan ist der Begriff nicht fest mit der Sexualpraktik verbunden.

Hauptbegriffe:
BDSM Bondage Sadismus Masochismus.


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